Karte des Sozialraumgebietes Höhenhaus/Dünnwald

.

Wissenswertes über die Stadtteile - Höhenhaus

Der heutige Stadtteil entstand ursprünglich aus zwei Ortsteilen: Höhenhaus und Höhenfeld. An Höhenfeld erinnern heute nur noch Straßennamen wie "Höhenfelder Mauspfad" oder der Name des Naherholungsgebietes am Kalkweg "Höhenfelder See".

Der "Grinkenschmied"

Nach der Sage ist das treueste aller Kölner Heinzelmännchen der "Grinkenschmied". "Grinken" nannte man den Eisenbeschlag von Karrenrädern. Eben jener Grinkenschmied soll seine neue Heimat am Emberg in Höhenhaus gefunden haben, nachdem des Schneiders Weib die Vertreibung der Heinzelmännchen aus Köln verursacht hatte. Von dort konnte er wenigstens von weitem die Domtürme sehen. Als Gegenleistung für die neue Heimat soll das ehemalige Kölner Heinzelmännchen den Höhenhauser Bauernfamilien bei der Ernte geholfen und ihnen die Grinken geschmiedet haben. Auf dem Wupperplatz wurde der Sagenfigur dafür ein Bronzedenkmal gesetzt.

Wachstum durch Industrialisierung

Im Rahmen der Industrialisierung gewann Höhenhaus vor allem als Standort von Werkswohnungen des Carlswerkes von Felten & Guilleaume an Bedeutung (Am Emberg). Außerdem befand sich seit 1891 die Bergische-Löwen-Brauerei (Gilden-Kölsch) in Höhenhaus an der Berliner Straße. Diese wurde nach dem Ersten Weltkrieg mit der Mülheimer Balsam-Brauerei zusammengelegt.

(Quelle: Stadt Köln - https://www.stadt-koeln.de/artikel/06799/index.html)

Wissenswertes über die Stadtteile - Dünnwald

Namensgebung

Die genaue Herkunft des Ortsnamens Dünnwald ist nicht geklärt. Es gibt zwei unterschiedliche Deutungen: Der Ort im Wald an der Dhünn oder der Ort im Wald auf der (Rhein-)Düne sind die beiden möglichen Interpretationen. In einer Stiftungsurkunde wird ein Wald namens „Diunewalt“ erwähnt. Im Mittelalter befanden sich ab dem 12. Jahrhundert ein Kloster und ab 1230 das Rittergut Haus Haan in Dünnwald.

St. Nikolaus

Sankt Nikolaus mit dem heutigen Gut Klosterhof wurde bereits im 12. Jahrhundert errichtet und ist das älteste Gebäude des Stadtteils. Es war ein Tochterkloster des in Steinfeld in der Eifel ansässigen Prämonstratenserinnenklosters. 1583 wurde Dünnwald im Rahmen des "Truchsessischen Krieges", den der Erzbischof Gerhard Truchsess von Waldburg um das Erzbistum Köln führte, geplündert und niedergebrannt. 1628, während des 30-jährigen Krieges, wurde Haus Haan durch kaiserliche Truppen ebenfalls niedergebrannt.

Das Zeitalter der Industrialisierung

Auch die Industrialisierung des 19. Jahrhunderts ging nicht spurlos an Dünnwald vorüber. Ein spektakuläres Ereignis geschah 1869: Bereits ein Jahr nach ihrer Eröffnung explodierte eine Sprengstofffabrik. Dabei kamen 15 Arbeiter ums Leben. Die Fabrikanten Wöllner und Mannes produzierten ab 1878 "Berliner Blau", ein dunkelblaues, ungiftiges Farbpigment, sowie Soda und Salmiak. Die im Umfeld entstandene Arbeitersiedlung trägt noch heute die Bezeichnung "Kunstfeld" nach den hier hergestellten "Kunstprodukten". Im Jahre 1914 wurden Dünnwald sowie dessen Ortsteil Höhenhaus von Köln eingemeindet.

Strukturen mit Tradition

Bereits 1880 erfolgte die Eröffnung der seinerzeit "Nordschule" genannten, heutigen Schule Berliner Straße, seit 1907 besteht die Gemeinschaftsgrundschule Leuchterstraße (damals "Südschule"). Um die Jahrhundertwende wurden auch viele örtliche Vereine gegründet, so zum Beispiel der heutige Dünnwalder Bürgerverein, der Pfarr-Cäcilienverein, die Freiwillige Feuerwehr, der Dünnwalder Turnverein und die Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft. 1927 kam die Große Dünnwalder Karnevals-Gesellschaft hinzu, die 2002 im Hoppeditz-Hüsje Kölns erstes Karnevalsmuseum eröffnete.

(Quelle: Stadt Köln - https://www.stadt-koeln.de/artikel/06797/index.html)

 

 

Infrastruktur: Schulen, Kitas, Einzelhandel, Gewerbe, med. Versorgung

In den Stadtteilen Höhenhaus und Dünnwald gibt es fünf Grundschulen, zwei Förderschulen sowie eine Gesamtschule. Zudem gibt es in den Stadtteilen 16 Kindertagesstätten, die teilweise zu Verbundfamilienzentren zusammengeschlossen sind. Neben den beiden christlichen Gemeinden, zu denen vier Kirchen gehören, gibt es in Höhenhaus die freikirchliche Ecclesia Gemeinde. In beiden Stadtteilen gibt es diverse Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf wie Supermärkte oder Bäckereien. Hervorzuheben sind hier die Berliner Straße, die sowohl durch Höhenhaus als auch durch Dünnwald verläuft und in Höhenhaus die Straße Im Weidenbruch auf denen viele Einkaufsmöglichkeiten beheimatet sind. Des Weiteren findet zweimal in der Woche (mittwochs und samstags) auf dem Wupperplatz in Höhenhaus ein Wochenmarkt statt. Auch für die Gesundheitsversorgung ist in den Stadtteilen gesorgt, es gibt Apotheken, Haus- und Zahnärzte sowie in Höhenhaus einen Kinderarzt. In Bezug auf die Freizeitgestaltung gibt es in Höhenhaus und Dünnwald breite Möglichkeiten bspw. durch diverse (Sport-) Vereine, Jugendzentren oder die vielfältigen Angebote für Senior*innen. Seit beinahe 100 Jahren gibt es in Dünnwald das Waldbad, das eine breite Beliebtheit erfährt. Neben dem Schwimmbecken gibt es dort unter anderem die Möglichkeit, Minigolf und Boule zu spielen.